Bendix vom Drei-Städte-Eck
Bendix vom Drei-Städte-Eck

Ganz bewusst haben wir die Rubrik 'Nachdenken erwünscht' in diese Homepage eingebaut.

 

Immer wieder landen die einst ach so geliebten Tiere im Bestenfall wieder bei ihrem Züchter, in der Notvermittlung auf Betreuungsplätzen,  oder aber landen schlimmstenfalls im Tierheim oder gar auf dem Tisch des Tierarztes, um nicht mehr aufzuwachen.

 

Nach wie vor sind Thorsten und ich der Meinung, dass wir uns mit dem Kauf eines Hundes ein weiteres Familienmitglied in unser kleines Rudel aufgenommen haben. Und dem entsprechend agieren wir auch. Gerade ein pubertierender Hovawart-Rüde ist nicht immer leichtführig, versucht sogar die Hosen anzuziehen..... aber als gut informierter Welpeninteressent eines Hovawart-Rüden sind mir und ihnen diese möglichen Erscheinungen bewusst und wenn es denn doch soweit sein sollte, dass ein solch unerwünschtes Verhalten auftritt, die Ratlosigkeit immer größer wird... 

 

Keine Angst, ein guter, seriöser Züchter wird ihnen nicht sagen, dass das gar nicht sein kann, dass das an Ihnen und keinesfalls an dem Hund liegt... denn ein guter seriöser Züchter weiß, das manche Entwicklungsphasen eben kein Kinderspiel sein können, Ein seriöser Züchter wird versuchen ihnen in diesen Situationen hilfreich zur Seite zu stehen, mit Rat und Tat.

 

 

!!!Ihr Hund hat es verdient, dass sie mit ihm an Problemen arbeiten und ihn nicht abschieben, weil das Zusammenleben schwieriger geworden ist!!!

 

Nehmen sie die Hilfe von Züchtern, Hundesportplätzen in Anspruch. Gerade auf Hundeplätzen, die in der Regel mit Hunden ihrer Rasse arbeiten, wird ihnen gern kompetent und mit viel Sachkunde geholfen werden. 

Nachfolgenden Text habe mit Einverständnis der Autorin stibitzt.... von der Seite

Hovawarte vom Löwenherz

 

Danke, Ulli

 

Die Autorin des Textes, Christine Jendrike, besitzt selber eine Hovawarthündin, die Enja

 

Der Hovawart, kein Jederwart

von Christine Jendrike

 

Denn bei aller Liebe und Begeisterung für diese Rasse ist ein Hovawart eines ganz bestimmt nicht:

 

 Ein Jederwart!

 

Was für jeden Hund gilt, dass er gute Anleitung, Erziehung und Führung braucht, das gilt für den Hovawart ganz besonders. Denn dieser Typ verzeiht keine Nachlässigkeit.

 

Er ist kein einfacher Mitläufer. Hier fordert eine sehr starke Persönlichkeit eine noch stärkere, nämlich einen Hundehalter, der souverän und kreativ genug ist, den Spagat zwischen Strenge und Sensibilität zu schaffen. Und zwar ohne Ausnahmen und mit jeder Menge Humor, Gelassenheit und Konsequenz.

 

Der Hovawart merkt sofort, wenn er einen „Schwächling“ oder „Unwissenden“ vor sich hat und wird dies in seinem Sinne ausnutzen. D.h., er wird vehement und voller Hingabe versuchen, sein Ziel zu erreichen, und zwar unter Einsatz seiner Bärenkräfte.

Abgesehen davon, dass ich nicht an „den Familienhund“ glaube, ist der Hovawart schon mal gar keiner, wenn man sich darunter einen von Anfang an leichtgängigen, verschmusten und unterwürfigen „Typen“ vorstellt. Es ist auch nicht per se so, dass alle Hovawarte gut mit Kindern, geschweige denn mit kleinen Kindern auskommen.

 

Wird er in dieser Richtung ausdauernd und mit Vorsicht sozialisiert, kann das natürlich gut gehen.


Aber wer traut sich zu, gleichzeitig einen Hoviwelpen, der sehr schnell sehr groß wird, und kleine Kinder zu betreuen?

Die oft zitierte Sensibilität des Hovawarts macht sich vor allem darin bemerkbar, dass dieser Hund alles registriert und wahrnimmt, sich keinesfalls bedingungslos ausliefert und schneller rebelliert als andere Rassen.

 

Er braucht kurze und klare Ansagen und reagiert sehr gut auf Körpersprache. Bei jemandem, der gerne ohne Unterlass plappert, wird der Hovawart unter Umständen schnell auf Durchzug stellen und stattdessen sein Ding machen.

 

Auf Zwang, Nervosität und Unsicherheit reagiert er hochempfindlich! Und er quittiert derartige Schwäche entweder mit Abbruch des Vertrauens, d.h., er nimmt seinen Halter nicht mehr für voll oder aber mit dominanten Gesten.

 

Bitte nicht diesen Streß!

Bandit 4(?) Monate

Wer meint, dass er einem Hovawart gewachsen sein könnte, der sollte über Gebühr geduldig sein und die Bereitschaft haben, mit dem jungen Hovawart jeden Tag aufs Neues von Vorne anzufangen. So lange, bis der Knoten platzt und sich die Beharrlichkeit auszahlt. Der Hovawart schnallt, aber es dauert sehr sehr lange.

Lulu & Bandit Juni 2009 am Baggersee

Und das passiert ja auch:

Nicht zufällig sind es oft junge Rüden im Alter zwischen neun und vierundzwanzig Monaten, die „umständehalber“ abgegeben werden, weil die Halter überfordert sind: Nervlich und sicherlich auch zeitlich!

 

Und wenn ich schließlich die Liste einiger Eigenschaften, die dem Hovawart zugeschrieben werden heute wieder lese, so erkenne ich innerlich schmunzelnd die Parallelen zwischen Hund und Halter. Einfach schön

Lulu im Juli 2015

Hingebungsvoll, wachsam, ausgeglichen, reserviert, aktiv, sensibel, gesellig, hohe Lernbereitschaft, Neugier, Energie, Spätentwickler…

Drum prüfe, wer sich nahezu ewig bindet, ob sich nicht etwas wirklich passendes findet.
Und schließlich: Ja, für viele ist ein Leben ohne Hund ein sinnloses Leben!


Aber: Egal, für welche Rasse oder Mischung man sich entscheidet, geht es immer darum, einem Wesen für viele Jahre artgerecht gerecht zu werden. In guten wie in schlechten Zeiten.

 

Und manchmal wird man ihnen am gerechtesten, wenn man sie nicht ins eigene Leben holt, weil es eben nicht oder noch nicht passt.

 

Das ist verantwortungsvolle Fairness gegenüber Mensch und Tier.

'schmunzel' und wenn man schon von anderen HP's klaut => dann richtig!

 

Nachfolgendes Bild musste ich einfach klauen, es ist hinreißend.... Danke, Ulli

 

Champman vom Löwenherz bittet zu Tisch

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© Tanja & Thorsten Heusmann